Außerschulische Bildung 3/2026

Auf der Suche nach der DNA des Ostens

Die Debatten über ostdeutsche Identität, über unterschiedliche Erfahrungen in Ost und West und über das Selbstverständnis im vereinten Deutschland haben in jüngerer Zeit wieder deutlich zugenommen. Mit dem Projekt „Identitäten ohne Mauern. Auf der Suche nach der DNA des Ostens“ greift die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur diese Fragen auf. Zum Projekt gehört eine Online-Umfrage. Diese richtet sich ausdrücklich an alle, unabhängig von der geografischen Herkunft oder dem heutigen Wohnort. Gerade diese unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven kann die Umfrage sichtbar machen.

Die Umfrage ist nicht repräsentativ. Sie soll vielmehr ein breites Stimmungsbild dazu vermitteln, wie Menschen heute auf Ostdeutschland, auf biografische Prägungen, auf fortbestehende Unterschiede und damit auf die Entwicklung des vereinten Deutschlands blicken.

Für die Beantwortung der Fragen genügen wenige Minuten. Bei jeder Frage können die Antworten durch persönliche Beobachtungen ergänzt werden. Ausführlichere Kommentare sind möglich. Die Teilnahme erfolgt anonym. Namen und Kontaktdaten werden nicht erhoben; die Antworten lassen sich keiner Person zuordnen. Zu Beginn werden lediglich einige allgemeine biografische Merkmale abgefragt. Sie ermöglichen es, die Antworten nach grundlegenden biografischen Merkmalen auszuwerten.

Die Website „Identitäten ohne Mauern. Auf der Suche nach der DNA des Ostens“ macht unterschiedliche Prägungen, Erfahrungen und Selbstdeutungen sichtbar und verbindet biografische Interviews mit generationengeschichtlichen Perspektiven und Datenanalysen.