Die Bedarfsanalyse (2026) des Projekts „Youth Voices Rising“ im Netzwerk von „Generation Europe – The Academy“ basiert auf einer Befragung von 251 jungen Menschen u. a. aus Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Spanien und Portugal. Sie zeigt: Junge Menschen wollen mitgestalten, stoßen dabei jedoch auf klare Hürden. Ein zentrales Problem ist fehlendes Wissen über politische Prozesse. Hinzu kommen Kompetenzlücken, etwa bei Argumentation, Recherche, öffentlichem Sprechen und Kampagnenarbeit. Viele Befragte fühlen sich zudem nicht ernst genommen. Beteiligung wird oft als symbolisch erlebt, Rückmeldungen fehlen. Auch Ressourcen sind knapp: Es mangelt an Räumen, Finanzierung, Unterstützung und niedrigschwelligen Zugängen. Kritisiert wird außerdem, dass Trainings oft zu theoretisch sind. Gewünscht werden praxisnahe Formate wie Simulationen sowie eine langfristige Begleitung. Die Analyse zeigt eine deutliche Lücke zwischen Bedarf und bestehenden Angeboten. Als besonders wirksam gilt der direkte Austausch mit politischen Entscheidungsträger*innen, gefolgt von lokaler Mobilisierung und gemeinschaftlichen Aktionen. Insgesamt macht die Analyse deutlich, dass zwischen den Bedürfnissen junger Menschen und den bestehenden Angeboten oft eine Lücke besteht. Gefordert werden daher stärker bedarfsorientierte Trainingsformate sowie langfristige Unterstützungsstrukturen, die es jungen Menschen ermöglichen, ihre Interessen nachhaltig in politische Prozesse einzubringen.
Außerschulische Bildung 3/2026
Jugendbeteiligung zwischen Anspruch und Wirkung: „Youth Voices Rising“
Quelle und weitere Informationen: https://generationeurope.org/youthvoices
Download des Reports: https://generationeurope.org/wp-content/uploads/2026/02/YuVo-Needs-Analysis-Report.pdf