Wie lassen sich Wirkungen von Förderprogrammen zu Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung, Extremismusprävention und politischer Bildung angemessen untersuchen und bewerten? Mit dem Analysepapier „Gegenstandsangemessene Wirkungsevaluation in Demokratieförderung und nonformaler politischer Bildung. Eine fachliche Einordnung am Beispiel des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!’“ möchte Transfer für Bildung e. V. am Beispiel der Evaluationsmethodologie von „Demokratie leben!“ die Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Untersuchung von Wirkungen der politischen Bildung anregen.
Das Papier liegt in einer Kurz- und einer Langfassung vor. Darin werden theoriebasierte Verfahren für eine gegenstandsangemessene Wirkungsevaluation vorgestellt, die erklären, wie, für wen und unter welchen Bedingungen etwas wirkt und die zeigen, warum kausale Wirkungsnachweise im Feld der Demokratieförderung und politischen Bildung in den meisten Kontexten nicht realisierbar sind.
Zunehmendes politisches und öffentliches Interesse an wissenschaftsbasierter Programmentwicklung erhöht den Druck auf Förderpraxis und Träger, Wirksamkeit nachzuweisen. Auch wenn viele methodologische Probleme noch unzureichend geklärt sind, gibt es fundierte und gegenstandangemessene Ansätze und Beispiele für die Beantwortung folgender Fragen: Welcher Wirkungsbegriff ist in den genannten Feldern angemessen? Welche Untersuchungsansätze erzeugen belastbare Belege und scheitern nicht an strukturellen Eigenschaften des Gegenstands?