Wolfgang Pauls, geboren am 14. April 1946, ist am 22. Mai 2026 verstorben. Er war langjähriger Leiter der Bildungsstätte Kinder- und Jugendzentrum Bahnhof Göhrde e. V. im Wendland, einer Mitgliedseinrichtung des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB). Der Verein Kinder- und Jugendzentrum Bahnhof Göhrde e. V. übernahm 1979 das Bahnhof-Empfangsgebäude von der Deutschen Bahn und betrieb dort seitdem seine Bildungsstätte. – Aber eigentlich ist das so nicht korrekt ausgedrückt: Er war nicht nur Leiter der Bildungsstätte, er war die Bildungsstätte. Sie war seine Herzensangelegenheit und es war selbstverständlich, dass er sich – unbenommen seiner gesundheitlichen Einschränkungen – weit über den offiziellen Eintritt in den Ruhestand hinaus für alles verantwortlich fühlte. Das konnte auch heißen, dass er – so selbst erlebt – wegen der plötzlichen Erkrankung der Köchin selbst in der Küche der Bildungsstätte stand und Spargel für den Redaktionsbeirat kochte, der gerade in Göhrde tagte. Es sollten sich doch alle wohlfühlen!
Wolfgang Pauls hat sich immer als Teil des AdB gefühlt und sich in verschiedenen Gremien engagiert. So hat er von 2004 bis 2019 im Redaktionsbeirat der Fachzeitschrift „Außerschulische Bildung“ mitgearbeitet, war viele Jahre in der AdB-Fachkommission Jugendbildung aktiv und war ein regelmäßiger, streitbarer und meinungsstarker Gast bei der AdB-Mitgliederversammlung.

Meine erste Begegnung mit Wolfgang Pauls fand bei der AdB-Fachtagung 2011 statt, als ich noch gar nicht beim AdB arbeitete. Ich war eingeladen, einen Workshop zum Thema „Das Prinzip Nachhaltigkeit in der politischen Bildung“ zu gestalten. Ich erinnere mich, dass ich vor seinen Diskussionsbeiträgen großen Respekt hatte und er auch nach dem Workshop mit großer Energie und Lust an der Debatte weiterdiskutierte, um seine Sicht der Dinge deutlich zu machen. Die letzte Begegnung fand 14 Jahre später, im November 2025 bei der AdB-Mitgliederversammlung in Bad Bevensen, statt, an der er als fast 80-Jähriger teilnahm.
Der AdB wird die Erinnerung an Wolfgang Pauls und sein Wirken in Ehren halten.
Am 5. Mai 2026 hat Staatssekretärin Dr. Petra Bahr im Namen von Bundesministerin Karin Prien 15 neue Mitglieder des Bundesjugendkuratoriums für die 21. Legislaturperiode berufen. Dem Bundesjugendkuratorium gehören Sachverständige aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung und aus der Fachpraxis an. Es bezieht junge Menschen in seine Beratungen ein und prüft bei der Bearbeitung der Themen, wie die Auffassungen jeweils betroffener junger Menschen am besten berücksichtigt werden können. Folgende Mitglieder gehören dem Beratungsgremium an: Prof. Dr. Yvonne Anders, Goethe-Universität Frankfurt, Enrico Birkner, Landesjugendamt des Freistaates Sachsen, Peggy Eckert, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Sachsen, Prof. Dr. Fabian Hofmann, Fliedner Fachhochschule Düsseldorf University of Applied Sciences in der Kaiserswerther Diakonie, Prof. Dr. Nina Kolleck, Universität Potsdam, Prof. Dr. Nele McElvany, TU Dortmund, Christian Patzelt, Deutsche Jugendfeuerwehr, Daniel Poli, Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Elisabeth Richter, Medical School Hamburg, Matthias Selle, Kreisrat, Vorstand für Jugend, Bildung und Soziales, Landkreis Osnabrück, Petra Spoo-Ludwig, Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Saarland, Daniel Thomsen, Fachbereich Jugend, Familie und Bildung, Kreis Nordfriesland, Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan, Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Universität Duisburg-Essen, Claudia Völcker, Kinder- und Jugendhilfe der Diakonissen Speyer, Prof. Dr. Ivo Züchner, Philipps-Universität Marburg.
Ende April 2026 hat Henning Wötzel-Herber, zuletzt pädagogischer Geschäftsführer des ABC Bildungs- und Tagungszentrums e. V., das Haus nach 18 Jahren verlassen. Er wechselt als Geschäftsführer in das Sasel-Haus e. V., einer soziokulturellen Einrichtung in Hamburg. Neuer Geschäftsführer des ABC Bildungs- und Tagungszentrums e. V. ist seit Anfang Mai Volker Dankers-Weitenhagen.
Dr. Cornelius Sturm, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Comenius-Institut – Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e. V. hat bis Ende Juni 2026 die Geschäftsführung des EEB Bundesverbands als Tandempartner inne. Diese Stelle wird neu ausgeschrieben. Seine Tandemkollegin Dr. Anastasia Neumann-Schneider führt ihre Aufgaben in der Bundesgeschäftsführung weiter. Cornelius Sturm bleibt für die verbleibende Projektlaufzeit im Verbundprojekt MoTIf dem Comenius-Instituts als wissenschaftlicher Mitarbeiter erhalten.
Thomas Ihde ist der neue Hotelbetriebsleiter und stellvertretende Geschäftsführer von Haus Neuland. Der 39-jährige Paderborner bringt 15 Jahre Berufserfahrung in der Hotelbranche mit. Er hat den langjährigen Verwaltungsleiter Peter Heepmann abgelöst, der seit Herbst 2025 Bürgermeister in Oerlinghausen ist.
Am 11. Juni 2026 wurde der Karl-Wilhelm-Fricke-Preis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zum zehnten Mal verliehen. Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis würdigt das Archiv Bürgerbewegung Leipzig für seine seit 35 Jahren geleistete Arbeit zur Sicherung, Erschließung und Vermittlung von Zeugnissen der Opposition und des Widerstands in der DDR. Die Jury hebt hervor, dass das Archiv aus bürgerschaftlichem Engagement hervorgegangen ist und bis heute in besonderer Weise von ehrenamtlicher Arbeit getragen wird. Es bewahre nicht nur Quellen zur Geschichte der SED-Diktatur, sondern mache sie für Öffentlichkeit, Forschung und Bildung zugänglich. Der Sonderpreis geht an Basil Kerski. Der Publizist, Ausstellungskurator und Kulturmanager ist seit vielen Jahrzehnten Brückenbauer zwischen den deutschen, polnischen und europäischen Erinnerungskulturen. Die Jury würdigt seinen Beitrag zu einer offenen Auseinandersetzung mit Diktaturerfahrungen, Freiheitsbewegungen und demokratischem Wandel in Europa. Mit dem Nachwuchspreis werden Hanna Müller und Weronika Vogel für „Eastplaining. Der Ostblog“ ausgezeichnet. Das Online-Projekt greift ostdeutsche Erfahrungen, DDR-Geschichte und Gegenwartsdebatten aus der Perspektive einer jungen Generation auf. Es verbindet historische Aufklärung mit publizistischer Intervention und trägt dazu bei, ostdeutsche Themen differenziert und verständlich in gesamtdeutsche Debatten einzubringen.
Staatsministerin Dr. Christiane Schenderlein hat am 21. Mai 2026 im Namen des Stiftungsrates Lena Bloemacher mit Wirkung zum 1. August 2026 als Vorständin der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt bestellt. In ihrer neuen Funktion wird sie gemeinsam mit Jan Holze die Geschäfte der Stiftung verantworten. Lena Bloemacher war Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings. Dem BDKJ stand Lena Bloemacher seit 2021 vor. Dr. Christiane Schenderlein selbst wechselte im Zuge des Regierungsumbaus (Juli 2026) als Parlamentarische Staatssekretärin in das Bundesministerium für Gesundheit.
Die Mitgliederversammlung der Hanns-Seidel-Stiftung hat Mitte Juni 2026 den Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, einstimmig zu ihrem neuen ehrenamtlichen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf den Europaabgeordneten Markus Ferber, der im Vorfeld angekündigt hatte, nicht mehr zu kandidieren. Klaus Holetschek war bis 1998 selbst Mitarbeiter der Stiftung.
Karsten Biermann, bisheriger Direktor der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg hat im Sommer 2026 die Einrichtung verlassen. Die kommissarische Leitung liegt zurzeit bei den Bildungsreferent*innen Rebecca Arnold und Ingo Mertins.
Ansgar Drücker, Geschäftsführer des bundesweit arbeitenden Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA) in Düsseldorf wurde am 25. Juni 2026 in den Ruhestand verabschiedet. IDA ist das Dienstleistungszentrum der Jugendverbände für die Themenfelder (Anti-)Rassismus, Rechtsextremismus, Migration, Interkulturalität und Diversität.
Am 15. Oktober 2026 wird Barbara Menke, seit 15 Jahren Geschäftsführerin des Bundesarbeitskreises Arbeit und Leben, in den Ruhestand verabschiedet. Eine Festveranstaltung im Hans-Böckler-Haus in Berlin wird ihr Engagement ehren und gleichzeitig das 70jährige Bestehen des Bundesarbeitskreises Arbeit und Leben feiern. Gegründet auf der solidarischen Zusammenarbeit von Gewerkschaften und Volkshochschulen steht Arbeit und Leben bis heute für politische Bildung, die sich an den Lebensrealitäten der Menschen orientiert und zur Mitwirkung in Gesellschaft und Arbeitswelt ermutigt.
Anfang Juli 2026 erhielt Professorin Dr. Ursula Münch, seit 2011 Leiterin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, den Bayerischen Verdienstorden als Ehrung für ihre herausragende wissenschaftliche Expertise und ihr Wirken in der politischen Bildung. Der Bayerische Verdienstorden wurde ihr von Ministerpräsident Dr. Markus Söder verliehen.