Außerschulische Bildung 1/2026

JIM-Studie 2025 veröffentlicht

Im November 2025 ist die neue JIM-Studie erschienen. Sie ist Teil der Studienreihe JIM (Jugend, Information, Medien) und wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs), einer Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), der Medienanstalt Rheinland-Pfalz und des Südwestrundfunks (SWR) seit 1998 jährlich durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Hierzu wurden 1.200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren im Zeitraum vom 2. Juni bis 12. Juli 2025 mittels telefonischer Interviews (CATI, 50 %) und Online-Fragebögen (CAWI, 50 %) befragt.

Immer mehr Jugendliche verlassen sich auf die Hilfe von KI. Der häufigste Einsatz von KI findet im Zusammenhang mit Schulaufgaben statt: 74 % der 12- bis 19-Jährigen nutzen KI-Anwendungen für Hausaufgaben oder zum Lernen (2024: 65 %). Deutlich gewachsen ist die Nutzung zur Informationssuche – sie stieg gegenüber 2024 um 27 Prozentpunkte auf 70 %. Hinter klassischen Suchmaschinen wird ChatGPT bereits am zweithäufigsten als Recherche- und Informationstool verwendet. Die von KI gelieferten Informationen halten 57 % dabei für vertrauenswürdig.

Die durchschnittliche Smartphone-Bildschirmzeit der Jugendlichen liegt bei knapp vier Stunden täglich. Mit dem Alter nimmt sie zu, von unter drei Stunden bei den Jüngsten (12–13 Jahre) auf über viereinhalb Stunden bei den Volljährigen (18–19 Jahre). Zwei Drittel der Befragten (68 %) fällt es schwer, die eigene Bildschirmzeit zu regulieren.

WhatsApp ist die mit Abstand wichtigste App der Jugendlichen. Hauptsächlich wird der Messenger-Dienst genutzt, um über Text- und Sprachnachrichten oder über bildhafte Inhalte wie Emojis, Sticker und GIFs zu kommunizieren. Snapchat liegt in der Beliebtheit und regelmäßigen Nutzung aktuell hinter WhatsApp und Instagram, aber noch vor TikTok. Social-Media-Plattformen dienen Jugendlichen dabei nicht nur der Kommunikation, sondern auch der Information: Ein Viertel der 12- bis 15-Jährigen und fast die Hälfte der 16- bis 19-Jährigen folgt Influencer*innen, die sich mit aktuellen Nachrichten beschäftigen. Am meisten beschäftigen die Jugendlichen die Themen Krieg, Klimawandel und Politik – derzeit auch die politischen Entwicklungen in den USA.

In die Zukunft blicken Jugendliche ambivalent: Vorfreude wecken vor allem Meilensteine in der eigenen Biografie. Dazu gehören der nächste Bildungsschritt – etwa der Abschluss der Schule oder Ausbildung beziehungsweise der Beginn eines Studiums – sowie die persönliche Weiterentwicklung hin zu mehr Selbstständigkeit, zum Beispiel durch einen Job oder eine eigene Wohnung. Sorgen bereitet dagegen hauptsächlich die Weltlage (41 %), insbesondere aktuelle Kriegssituationen, die Angst vor neuen Konflikten und die politischen Entwicklungen im In- und Ausland.

Quelle, weitere Informationen und Download der Studie: www.lfk.de/forschung/mediennutzungsstudien/jim-studie-2025
Alle Ausgaben der JIM-Studie seit 1998: www.mpfs.de