Außerschulische Bildung 1/2026

Aus den Mitgliedseinrichtungen

Anfang November 2025 ist bei etece buch das Handbuch „Handbuch Queere Jugendarbeit – Was junge Queers stärkt und wie wir Offene Jugendarbeit gestalten“, herausgegeben von Folke Brodersen und Simon Merz in Zusammenarbeit mit der Akademie Waldschlösschen und zahlreichen Expert*innen aus der Praxis entstanden.

Die Bildungsstätte Anne Frank hat das Buch „‚Nicht gleich‘ – Eine Handreichung zum Umgang mit israelbezogenen Holocaust-Vergleichen“ veröffentlicht. Mit Blick auf den Israel-Palästina-Konflikt bietet die Handreichung Pädagog*innen eine kompakte Hilfestellung zu einem Teilphänomen, das nicht neu ist, aber sich seit dem Terroranschlag der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg in Gaza besonders gehäuft beobachten lässt: israelbezogene Holocaust-Vergleiche. Wie äußern sich Gleichsetzungen von Israel mit dem Nationalsozialismus aktuell, wie sind sie aus antisemitismuskritischer Perspektive einzuordnen und wie lässt sich im pädagogischen Raum damit umgehen? Darauf gibt diese Broschüre praxisnahe Antworten (Download: www.bs-anne-frank.de/fileadmin/content/Publikationen/Brosch%C3%BCren/Nicht_gleich_Handreichung-Holocaust-Nahostvergleiche.pdf)

Am 5. November 2025 wurden bereits zum 28. Mal die Pädagogischen Medienpreise in München verliehen. Insgesamt wurden 15 Medienprodukte für Kinder und Jugendliche mit einem „Pädagogischen Medienpreis 2025“ ausgezeichnet. Zu den Preisträgern gehört auch die Stiftung Max Mannheimer Haus. Sie erhielt den Preis in der Kategorie „Angebote für die pädagogische Praxis“ für den Visual Novel „Max Mannheimer – ben jakov – Eine Holocaust-Geschichte“. Dort werden in fünf Kapiteln prägende Erlebnisse aus dem Leben von Max Mannheimer und seiner Familie erzählt.

mediale pfade.org – Verein für Medienbildung e. V. wurde Mitte November 2025 mit dem Förderpreis „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“ für das Projekt „GenIMAGine – die mobile BilderBar“ ausgezeichnet.

Im November 2025 veranstaltete Lernort Stadion e. V. im Rahmen des EU-geförderten Projekts CEFS – Civic Education in the Football Stadium ein internationales Partnertreffen in Berlin. Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Gründung des International Network for Education in Stadiums (INES) am 18. November 2025 in der Belgischen Botschaft.

Die App „RE:think – Das digitale Lernlabor der Bildungsstätte Anne Frank“ wurde für den Deutschen Kindersoftwarepreis 2025 TOMMI in der Kategorie „Jugend Bildung“ nominiert. Die TOMMI-Fachjury, bestehend aus Fachjournalist*innen, Wissenschaftler*innen und Pädagog*innen, hat rund 70 Spiele und digitale Lernlangebote intensiv geprüft und in rund acht Kategorien nominiert. Die Verleihung des TOMMI fand am 14. Dezember 2025 statt. Zwar hat die Bildungsstätte Anne Frank den Preis nicht gewonnen, wurde aber von der Jury der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zur App des Monats Februar 2026 gewählt. Die App richtet sich insbesondere an Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren. Durch spielerische Interaktionen in Form von Mini-Games werden Jugendliche für Themen wie Antisemitismus, Rassismus, Hatespeech und Verschwörungsmythen sensibilisiert.

Mitte Dezember 2026 unterzeichnete Familienstaatsrätin Michaela Peponis gemeinsam mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und dem Internationalen Bildungszentrum dock europe e. V. einen Kooperationsvertrag für die Einrichtung der ersten regionalen Netzwerk-Koordinierungsstelle des DFJW. Die neue Koordinierungsstelle stärkt die kooperative Netzwerktätigkeit von dock europe e. V. Ziel ist es, jungen Menschen – insbesondere bisher schwer erreichbaren Zielgruppen – einen besseren Zugang zu internationaler Jugendarbeit zu ermöglichen. Mit der Kooperationsvereinbarung stellen die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB), DFJW und dock europe e. V. gemeinsam Personalmittel für die Netzwerkarbeit bereit – ein in Deutschland bislang einzigartiges Finanzierungsmodell.