Außerschulische Bildung 1/2025

Zwischen Kommerzialisierung und Kontrolldefiziten

Die internationale Sportpolitik in der Demokratiefalle

Im medial vermittelten Sport stehen internationale Sportgroßereignisse oftmals im Zentrum des Interesses. Während die verantwortlichen internationalen Sportverbände und das IOC die Sportgroßereignisse immer weiter ökonomisch ausgestaltet haben, präsentieren sich die Akteure und Strukturen der internationalen Sportpolitik weitgehend unverändert. Vor allem demokratische Teilhabe und Kontrolle gelten als Strukturdefizite, an denen es in der internationalen Sportpolitik mangelt. Der Beitrag veranschaulicht an exemplarischen Beispielen grundlegende Strukturmerkmale internationaler Sportpolitik. Beleuchtet werden sowohl verbandsinterne Ursachen als auch akteursspezifische Konstellationen zur Erklärung des demokratischen Defizits im internationalen Sport. von Jürgen Mittag

Kaum ein Bereich gesellschaftlichen Lebens schürt im 21. Jahrhundert stärkere Emotionen als der Sport. Vor allem Sportgroßereignisse haben sich zu globalen Events mit beträchtlichem Aufmerksamkeits- und Mobilisierungspotenzial entwickelt. Fußballwelt- und -europameisterschaften, Olympische Spiele, Tour de France und Formel1-Rennen, aber auch einzelne Endspiele wie der Super-Bowl oder die Finale der Cricket- und der Rugby-Weltmeisterschaften erreichen Hunderte Millionen von Menschen auf dem gesamten Globus. Bei der FIFA-Fußballweltmeisterschaft werden nach groben Schätzungen weltweit rund eine Milliarde Zuschauer an den Schirmen und auf öffentlichen Plätzen gezählt (vgl. Eisenberg 2008).

Ausrichter dieser Sportgroßereignisse sind in der Regel internationale Sportverbände (vgl. Thieme/Wojciechowski 2021). Im Mittelpunkt des internationalen Sports stehen infolgedessen neben dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als Dachverband die internationalen Sportverbände, die als Monopolisten für die Organisation und Entwicklung der Events ihrer jeweiligen Sportart verantwortlich sind (FIFA/UEFA Fußball; FIBA Basketball; World Athletics Leichtathletik etc.). Im Gegensatz zu den mit großer Begeisterung herbeigesehnten Ereignissen werden die internationalen Sportverbände jedoch vielfach mit Kritik konfrontiert (vgl. Rook/Heerdt 2023). Vor allem die beiden bekanntesten internationalen Sportverbände – das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Fédération Internationale de Football Association (FIFA), der internationale Fußballfachverband – besitzen mittlerweile ein ausgesprochen negatives Image. Während in eher gemäßigter Diktion moniert wird, dass der Fokus vieler internationaler Sportverbände stärker auf wirtschaftlichen Gewinnen als auf sportlichen Idealen liegt, apostrophieren erhitztere kritische Stimmen IOC und FIFA mittlerweile als kriminelle Organisationen. Nicht nur Skandale um Bestechung und Korruption wie bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 durch die FIFA haben das Vertrauen in die Organisationen erschüttert, sondern auch die Wahrnehmung, dass Organisationen wie das IOC politische und soziale Menschenrechtsfragen in den Austragungsländern ignorieren. Demokratie, Transparenz und gesellschaftliche Verantwortung hingegen scheinen keine Berücksichtigung zu finden.

Einen zentralen Erklärungsansatz für dieses eklatante Spannungsverhältnis zwischen der Begeisterung für Sportgroßereignisse und der Abstrafung internationaler Sportverbände bilden die spezifischen Strukturen der internationalen Sportpolitik. Während die internationalen Sportverbände nach Jahrzehnten der Kommerzialisierung als Monopolisten bei den Sportgroßereignissen über herausragende Einnahmequellen verfügen, bestehen zugleich nur sehr begrenzte externe oder interne Kontrollmechanismen. Demokratische Strukturen finden sich im internationalen Sport eher auf dem Papier, als dass sie gelebte Praxis sind. Angesichts der Fokussierung vor allem der Medien auf einzelne Ereignisse, Personen und deren Skandalisierung (vgl. Aumüller/Kistner 2024) sowie der Ausrichtung der Wissenschaft auf die Instrumentalisierung der internationalen Sportpolitik als politische Bühne (vgl. Mittag/Nieland 2007; Hebbel-Seeger et al. 2016; Güldenpfennig 2017; Beichelt 2018; Blaschke 2020), sind die Strukturen der internationalen Sportpolitik bislang erst nur in Ansätzen systematisch aufgearbeitet und dargestellt worden (vgl. Alm 2013; Grix 2016; Bairner et al. 2017). In diese Lücke beabsichtigt der vorliegende Beitrag zu rücken und in vier Kapiteln exemplarische Besonderheiten der internationalen Sportpolitik und der hier auszumachenden Demokratiefalle zu skizzieren. Abschließend werden in den Schlussfolgerungen knapp Reformpotenziale und -grenzen beleuchtet.

Die Autonomie des organisierten Sports als Fundament der Selbstregulierung

Unter der Autonomie des Sports wird allgemein die Unabhängigkeit der Sportorganisationen – vor allem der Sportverbände – von staatlichen Einflüssen verstanden. Die Verbände regeln ihre Angelegenheiten eigenständig, erstellen Regeln, organisieren Wettkämpfe und gestalten ihre internen Strukturen – weitgehend ohne Intervention von außen (vgl. Chappelet 2010). Diese Autonomie, die nicht zuletzt eine Reaktion auf die Vereinnahmungsversuche des Sports im nationalsozialistischen Deutschland und bei den olympischen Spielen 1936 war, gilt als zentrales Prinzip des organisierten Sports und grenzt diesen von staatlicher oder kommerzieller Einflussnahme ab. Damit unterscheidet sich die Sportpolitik grundlegend von anderen Politikfeldern, in denen vor allem staatliche Akteure Entscheidungen zur politischen Ausgestaltung des entsprechenden Politikfeldes treffen. Zudem befördert das Autonomiekonzept den pyramidalen Aufbau der Sportstrukturen und die zentrale Rolle von internationalen Spitzenverbänden (vgl. Geeraert et al. 2015). Namentlich die Olympische Bewegung betrachtet die Autonomie des organisierten Sports als unverzichtbar, um dessen Werte und die Integrität von Wettkämpfen zu wahren. In der Olympischen Charta wird umfassender ausgeführt, dass Sportorganisationen unabhängig Regeln aufstellen und deren Einhaltung überwachen, um Sport mit Kultur und Erziehung zu verbinden und ganzheitliche Fähigkeiten zu fördern (vgl. Vedder/Lämmer 2014; IOC 2020).

Demokratische Strukturen finden sich im internationalen Sport eher auf dem Papier, als dass sie gelebte Praxis sind.

Das IOC hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Anstrengungen unternommen, diese Autonomie zu sichern. Bereits beim Gründungsakt 1894 repräsentierten IOC-Mitglieder die Olympische Bewegung ihres Landes, nicht die Regierung. Sie agierten unabhängig von nationalen Einflüssen und genossen finanzielle Freiheit (vgl. Krieger/Wassong 2021). 1949 wurde der Begriff der Autonomie erstmals in die Olympische Charta aufgenommen. Nationale Olympische Komitees (NOKs) mussten unabhängig agieren, um anerkannt zu werden. 1955 wurde diese Anforderung präzisiert: NOKs sollten frei von politischem, religiösem oder kommerziellem Einfluss sein. 1958 ergänzte man konkretisierende Bestimmungen zu Sanktionen: Verstöße gegen die Autonomie konnten zum Verlust der Anerkennung führen. In den 1970er-Jahren führte die Olympische Charta erstmals explizit Kooperationen mit staatlichen oder privaten Organisationen an, um den politischen Realitäten stärker Rechnung zu tragen. Ende der 1980er wurde dann sogar empfohlen, Finanzierungsquellen zu suchen, die die Autonomie sichern. In diesem Zuge wurden auch staatliche Mittel akzeptiert. Die aktuelle Charta sieht ebenfalls die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen vor, erklärt jedoch zugleich, dass diese nicht zur staatlichen Einflussnahme führen dürfen (vgl. IOC 2020, Art. 27).

Handlungsebenen und Akteure des (deutschen) Sportsystems; SMK = Sportministerkonferenz; MINEPS = International Conference of Ministers and Senior Officials Responsible for Physical Education and Sport; GAISF = Global; Association of International Sports Federation; ANOC = Association of National Olympic Committees; NGOs = Non-Governmental Organisations/Nichtregierungsorganisationen; INGOs = Internationale Nichtregierungsorganisationen; CAS = Court of Arbitration for Sport/Internationaler Sportgerichthof; WADA = Welt-Anti-Doping-Agentur; spezifische Organisationen des Sports für Menschen mit Behinderung sind in diesem Schaubild nicht aufgeführt.
Grafik: Eigene Darstellung

Die jüngeren Anpassungen der Olympischen Charta verdeutlichen, dass eine Finanzierung des Sports durch staatliche Mittel nahezu unverzichtbar ist. Das IOC setzt aber darauf, diese Förderung nicht zum Einfallstor für Interventionen werden zu lassen. Wie wichtig dem IOC seine Autonomie ist, dokumentiert auch die Rede, die IOC-Präsident Thomas Bach vor der UN-Vollversammlung im November 2013 hielt. Bach betonte: „Sport (is) truly the only area (…) which has achieved universal law (…). But to apply this universal law worldwide, sport has to enjoy responsible autonomy. Politics must respect this sporting autonomy.“ (Bach 2013) Ein Jahr später, im November 2014, bekräftigte die 69. Vollversammlung der UN diese Sichtweise und anerkannte die „independence and autonomy of sport as well as the mission of the IOC in leading the Olympic Movement“ (United Nations 2014).

Fehlende staatliche Akteure als Kontrolllücke in der internationalen Sportpolitik

Von zentraler Bedeutung für das Verständnis von Sportpolitik sind die Besonderheiten und Akteurskonstellationen der internationalen Ebene. Anders als auf kommunaler, regionaler oder nationaler Ebene, auf denen der Autonomiegedanke des Sports zwar wirksam ist, staatliche Akteure aber dennoch präsent sind, mangelt es an diesen auf internationaler Ebene (vgl. Mittag 2023). Dies ist darauf zurückzuführen, dass es de facto keine staatlichen oder überstaatlichen Organisationen im Sport gibt, die auf die internationale Ebene ausgerichtet sind. Auf staatlicher Seite existieren zwar einige wenige internationale Organisationen, die – wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) – Empfehlungen zur körperlichen Aktivität für einzelne Bevölkerungsgruppen herausgeben; unmittelbare Auswirkungen haben diese Empfehlungen aber nicht und den Spitzensport berühren sie kaum. Anders als auf kontinentaler Ebene, auf der die Europäische Union mit ihrem supranationalen Rechtssystem und dem Binnenmarkt den organisierten Sportverbänden wie im Fall des Bosman-Urteils Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes von 1995 basierend auf der Arbeiternehmerfreizügigkeit des seinerzeitigen EG-Vertrags, derzufolge Fußballer nach Beendigung ihres Vertrages ablösefrei den Verein wechseln können. wiederholt engere Grenzen gesetzt hat (vgl. Mittag 2018), mangelt es infolgedessen auf internationaler Ebene an staatlichen Gegenspielern und damit an Kontrolle.

Von zentraler Bedeutung für das Verständnis von Sportpolitik sind die Besonderheiten und Akteurskonstellationen der internationalen Ebene.

Das Fehlen transnationaler Aktivitäten und Regulierungen auf internationaler Ebene ermöglicht es den internationalen Sportverbänden, nahezu unbegrenzt zu agieren. Lediglich einige wenige internationale Organisationen, wie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), üben in klar abgesteckten Bereichen des Sports Kontrolle aus. Durch die paritätische Besetzung der WADA-Gremien mit Vertretern von Regierungen und Sportverbänden besteht hier eine Plattform für den direkten Dialog zwischen staatlichen Akteuren und dem organisierten Sport. Ein System horizontaler „Checks-and-Balances“, das auf anderen politischen Ebenen für Kontrolle und Ausgleich sorgt, fehlt jedoch im Sport auf internationaler Ebene vollständig. Infolgedessen sind das IOC und die internationalen Sportfachverbände nicht nur wirtschaftliche Monopolisten innerhalb ihrer jeweiligen Sportarten, sondern aufgrund fehlender Kontrollmechanismen häufig auch Oligarchien. Eine kleine Gruppe von Entscheidungsträgern konzentriert hier politische Macht in ihren Händen und gestaltet den Sport nach ihren Interessen, ohne nennenswerte Gegenkräfte. Kontroverse Themen, die auf nationaler und auch europäischer Ebene diskutiert werden (wie z. B. (Good) Governance, Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Safe Sport etc.) stehen auf internationaler Ebene infolgedessen noch im Hintergrund. Erst seit Beginn der 2020er Jahre ist hier eine erkennbare Perspektiverweiterung auszumachen. So hat das IOC im Jahr 2021 erstmals eine eigene Menschenrechtserklärung verabschiedet, die auf den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte basiert. Das IOC verpflichtet sich in dieser, die Rechte von Athlet*innen sowie anderen Beteiligten bei der Organisation von Olympischen Spielen zu schützen. Und ebenso wie das IOC hat auch die FIFA begonnen, mit Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, Human Rights Watch oder Transparency International zusammenzuarbeiten, um menschenrechtliche Standards bei Großveranstaltungen zu überwachen und zu verbessern. Von Kritiker*innen wird jedoch moniert, dass unklar bleibt, wie konsequent diese tatsächlich durchgesetzt werden. Eine unabhängige und öffentliche Überprüfung von Menschenrechtsklauseln in Ausschreibungen fehlt häufig.

Kommerzialisierung und Exekutivdominanz als Ursachen mangelnder innerverbandlicher Kontrolle

Wenn es keine oder nur begrenzte Kontrolle von außen gibt, könnte – so die häufig geäußerte Anschauung – innerverbandliche Kontrolle dazu beitragen, dass in den internationalen Sportverbänden demokratische Rahmenbedingungen im Lichte der Durchsetzung von Good Governance-Prinzipien entstehen (vgl. Alm 2013; Mittag 2021). Dies ist jedoch nicht – oder allenfalls in Ansätzen – der Fall wie das Beispiel FIFA verdeutlicht. Der Weltfußballverband, gegründet 1904, hat sich von einer Verwalterin des internationalen Sports zu einer mächtigen Monopolistin entwickelt. Mit der Fußball-Weltmeisterschaft besitzt sie eines der global meistbeachteten und einnahmestärksten Sportereignisse. Den Grundstein für ihre Expansion legte João Havelange, FIFA-Präsident von 1974 bis 1998. Er erhöhte die Teilnehmerzahl der Weltmeisterschaften und führte neue Turniere wie Frauen- oder Junioren-Weltmeisterschaften ein. Diese Maßnahmen wurden von seinem Nachfolger Sepp Blatter noch forciert, der den Fußball vor allem in den Schwellen- und Entwicklungsländern durch Entwicklungsprogramme förderte, sodass der Fußball auch hier zu einer universellen Sportart für jedermann avancierte. Dies steigerte die globale Popularität des Fußballs ebenso wie die Einnahmen der FIFA, vor allem durch Fernsehrechte und Sponsoren. Allein zwischen 2019 und 2022 erzielte die FIFA Einnahmen von 7,08 Milliarden Euro, größtenteils aus der Vermarktung der Männer-Weltmeisterschaft.

Auch wenn nationale Sportverbände oftmals wirtschaftlich abhängig sind, verfügen sie doch zumindest über die Möglichkeit, innerhalb der Strukturen von Weltverbänden Reformen einzufordern. Hier: Berliner Olympiastadion Foto: AdB

Organisatorisch unterliegt die FIFA mit ihrem Sitz in Zürich dem Schweizer Privatrecht. Mit dem Kongress und dem Exekutivkomitee bzw. – nach den Reformen von 2016 – dem Council gibt es zwei Hauptorgane. Der Präsident steht letzterem vor und vertritt die FIFA nach außen. Hinzu kommen das Generalsekretariat und rund 25 Ständige Kommissionen. Der Council, der aus dem ehemaligen Exekutivkomitee hervorging, übernimmt die strategische Lenkung, trifft aber auch wichtige Entscheidungen. Dadurch erhält eine kleine Anzahl von Funktionären die Möglichkeit, weitgehend unkontrolliert und ohne Gegenpole erheblichen Einfluss auszuüben. Insbesondere die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft diente dem Präsidenten und dem früheren Exekutivkomitee als zentrales Macht- und Steuerungsinstrument. Darüber hinaus ermöglicht die Kontrolle über die Finanzmittel der FIFA, potenzielle innerverbandliche Opposition zu unterdrücken oder zumindest ruhigzustellen. Aufgrund der finanziellen Tragweite dieser Entscheidungen war das Exekutivkomitee regelmäßig Ziel von Lobbyarbeit und Korruptionsvorwürfen.

Das Fehlen transnationaler Aktivitäten und Regulierungen auf internationaler Ebene ermöglicht es den internationalen Sportverbänden, nahezu unbegrenzt zu agieren.

Der Kongress ist das formal höchste Entscheidungsorgan der FIFA. Ihm gehören sämtliche 211 Mitgliedsverbände (2025) an. Er trifft grundsätzliche Entscheidungen, so etwa hinsichtlich der Statuten und der Aufnahme neuer Nationalverbände. Bei Beschlüssen des Kongresses verfügt jeder Nationalverband über eine Stimme – unabhängig von der Ländergröße, der Anzahl der Aktiven oder der Leistungsstärke (vgl. Mittag/Putzmann 2013). Von den 211 Mitgliedsverbänden sind rund 130 – insbesondere solche aus kleineren Staaten bzw. Verbänden, die in Afrika und in der Karibik beheimatet sind –, auf die Zuwendungen aus der Züricher FIFA-Zentrale angewiesen. Ihnen garantiert die FIFA seit 1998 eine jährliche Zuwendung im Rahmen des FAP (Financial Assistant Programme). Hinzu kommen Sonderzahlungen, die nicht zuletzt im Vorfeld der Wahlkongresse der FIFA ausgeschüttet werden, und projektbezogene Zahlungen aus den FIFA-Entwicklungsprogrammen. Angesichts garantierter finanzieller Zuwendungen in Millionenhöhe kann sich die Verbandsspitze der Loyalität der zahlreichen kleineren Verbände weitgehend sicher sein. Dementsprechend haben sich die Amtsinhaber in den vergangenen Jahren auch stets auf die Stimmen der AFC und der CONCACAF stützen können, während die UEFA eher als Antipode zur FIFA-Elite agierte. Da die Stimmen der kleinen Verbände angesichts der One-Federation-One-Vote aber genauso stark zum Tragen kommen wie die der großen Verbände, verfügt die UEFA strukturell über geringeren Einfluss als Afrika; dies umso weniger, wenn Asien und Nord- und Zentralamerika letztere unterstützen.

Innerverbandliche Kritiker und Reformbefürworter blieben bei den FIFA-Wahlen regelmäßig erfolglos, ebenso wie ihre Versuche, tiefgreifende Veränderungen umzusetzen. Die wenigen durchgeführten Reformen beschränkten sich zumeist auf kosmetische Maßnahmen. Ein starker „Korps-Geist“, der auf Konsens ausgerichtet war, sowie strategische Scheinzugeständnisse an interne Gegner sicherten der Führungsspitze der FIFA eine weitgehende Unantastbarkeit, selbst bei gravierenden Missständen. Der damalige Präsident Sepp Blatter betonte stets, Probleme müssten intern gelöst werden, ohne externe juristische Einmischung: „Alles, was im Fußball passiert, soll innerhalb der fußballerischen Gerichtsbarkeit geklärt werden.“ (Mittag/Nieland 2016)

Zu einem Bruch im Machtgefüge der FIFA kam es 2015, als staatsanwaltliche Ermittlungen der Schweiz mehrere Mitglieder des Exekutivkomitees ins Visier nahmen und einige sogar in Zürich verhaftet wurden. Vier Tage nach seiner Wiederwahl trat Präsident Blatter zurück. Die USA spielten bei der Aufdeckung von Korruption eine zentrale Rolle, unterstützt durch Whistleblower und Kronzeugenregelungen. Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe und Korruptionsfälle zwischen FIFA und Kontinentalverbänden wurden aufgedeckt, erleichtert durch US-Banken und die Kooperationsbereitschaft der Schweiz nach einer Selbstanzeige der FIFA.

In der Folge geriet die FIFA in eine bislang einmalige Krisenlage. Gegen zahlreiche Exekutivmitglieder wurde ermittelt, und interne Sperren verhängt. Der frühere UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino wurde zum Präsidenten gewählt, mit auf drei Perioden begrenzter Amtszeit. Ein Reformpaket führte zur Abschaffung des Exekutivkomitees, das durch einen Council mit 36 Mitgliedern ersetzt wurde, der eher über Aufsichts- als Entscheidungsfunktionen verfügt. Das Votum über die WM-Vergabe wurde an den Kongress übertragen, ergänzt durch eine Frauenquote und Integritäts-Checks. Die Reformen blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. In der Praxis behielt Infantino erhebliche Macht, erhöhte Zahlungen an nationale Verbände, was ihm zu einer Wiederwahl ohne Gegenkandidaten half, und setzte die Ausweitung der WM auf 48 Teams durch. Zudem erklärte er die ersten drei Jahre seiner Amtszeit für nicht regulär und übernahm die Kontrolle über die Ethikkommission, deren Vorsitzende 2016 entlassen wurden. Medien, Sponsoren und Fans haben weiterhin begrenzten Einfluss auf die FIFA, was durch die Beliebtheit der WM begünstigt wird. Selbst die Vergabe an einen umstrittenen Ausrichter wie Katar hat nicht zu Einbußen geführt. Da auch die USA seit der Vergabe der WM 2026 ans eigene Land kein größeres Engagement mehr erkennen lässt, die Macht der FIFA zu begrenzen, wird mittlerweile erhebliche Skepsis gegenüber dem grundlegenden Reformpotenzial der FIFA zum Ausdruck gebracht.

Die Rolle der UN-Familie als Mitspieler auf internationaler Ebene

Eine Sonderstellung auf internationaler Ebene, in der zumindest zeitweilig bzw. punktuell eine Mitwirkung staatlicher Akteure an der Sportpolitik erfolgte, kommt dem UN-System zu. Im Rahmen der Vereinten Nationen hat es für eineinhalb Jahrzehnte, von 2001 bis 2016, das Amt eines Sonderberaters des UN-Generalsekretärs für Sport im Dienste von Frieden und Entwicklung gegeben, das mit einem Büro in Genf verbunden war (United Nations Office on Sport for Development and Peace) und einige Impulse in der Entwicklungsarbeit setzen konnte. Auch wenn von den beiden Sonderberatern, zunächst der Schweizer Bundesrat Adolph Ogi, ab 2007 dann der frühere Bremer Senator und Fußballmanager Willi Lemke, keine explizite Oppositionsrolle gegenüber den internationalen Sportverbänden eingenommen wurde, lag es nicht in deren Interesse, einen staatlichen Akteur als weiteren Mitspieler auf der internationalen Ebene neben sich zu haben. Auf Betreiben des IOC wurde das Büro im Jahre 2017 aufgelöst und eine direkte Partnerschaft zwischen den Vereinten Nationen und dem IOC proklamiert (vgl. Armstrong et al. 2021).

Sportgroßereignisse sind globale Events mit beträchtlichem Aufmerksamkeits- und Mobilisierungspotenzial. Hier: Frauen Rollstuhlbasketball Deutschland gegen Brasilien, Rio 2016 Foto: Andi Weiland | gesellschaftsbilder.de

Die UNESCO, als eigenständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, beschäftigt sich seit 1978 mit sportpolitischen Themen durch ihren Zwischenstaatlichen Ausschuss für Körpererziehung und Sport (CIGEPS). Ein zentrales Element dieser Arbeit sind die Weltsportministerkonferenzen (MINEPS), die zuletzt 2013 in Berlin, 2017 in Kasan (Russland) und 2023 in Baku (Aserbaidschan) durchgeführt wurden. Die dort verabschiedeten Dokumente, wie die Berliner Erklärung, der Kazan Action Plan und die Fit for Life Alliance aus Baku, haben jedoch keine rechtlich bindende Wirkung, sondern dienen lediglich als Empfehlungen. Vor allem die jüngste MINEPS-VII-Konferenz dokumentiert, welche schwache Resonanz entsprechende Aktivitäten hervorrufen: In Deutschland gab es nur ein sehr verhaltenes Medienecho auf die Weltsportministerkonferenz 2023 und auch grundsätzlich zeigte sich nur begrenztes Interesse der europäischen Staaten, sich stärker im Rahmen von MINEPS zu engagieren. Damit spiegelt MINEPS jene Grundtendenz wider, die sich schon seit einigen Jahren abzeichnet: Hatten europäische Staaten in CIGEPS, dem Intergovernmental Committee for Physical Education and Sport, bereits in den letzten Jahren nur noch eine Nebenrolle inne, so zeichnet sich nunmehr auch ab, dass das MINEPS-Format absehbar vor allem von „emerging countries“ aus dem globalen Süden und den BRICS-Staaten ausgestaltet wird. Auch wenn den europäischen Staaten mit der EU und dem Europarat alternative Foren offenstehen, versäumen sie es doch, ihren Anliegen im globalen Rahmen stärker Gehör zu verschaffen, Werte zu vermitteln und gouvernementale Interaktionsprozesse im Sport zu forcieren.

Schlussfolgerungen: Good Governance im Sport als Weg aus der Demokratiefalle?

Es sind nicht nur zahlreiche Fälle von Korruption, Betrug, Wettmanipulationen und Dopingvergehen, die das Ansehen und die Akzeptanz des internationalen Sports beeinträchtigen, sondern auch die fehlenden demokratischen Strukturen im internationalen organisierten Sport. Während früher vor allem Skandale einzelner Funktionäre wie die finanziellen Verfehlungen von Jack Warner im Fußball, Hassan Moustafa im Handball, Lamine Diack in der Leichtathletik oder Patrick Hickey im olympischen Sport im Fokus standen, geraten heute zunehmend die hier skizzierten grundlegenden Strukturen des organisierten Sports in den Blick. In diesem Kontext wurden Forderungen nach der Umsetzung von Good Governance-Prinzipien im Sport lauter, um die Integrität des Sports zu schützen oder wiederherzustellen. Good Governance im Sport umfasst die Verantwortung der Sportverbände, transparente, verantwortungsvolle und effektive Strukturen und Verhaltensweisen zu schaffen, umzusetzen und zu überwachen. Medien, Wissenschaft, Politik und auch die Verbände selbst haben bereits intensiv darüber diskutiert, welche Prinzipien dabei berücksichtigt werden sollen und wie die Durchsetzung demokratischer Strukturen im internationalen Sport gewährleistet werden kann. Während die Sportverbände selbst die Eigenverantwortung betonen, fordert die Politik eine stärkere Interventionsmöglichkeit bei Umsetzung und Kontrolle. Auf nationaler Ebene werden staatliche Fördermittel zum Teil bereits an die Einhaltung von Good Governance-Kriterien geknüpft. Da aber auf internationaler Ebene durch die Einnahmen der Sportgroßereignisse andere Einnahmemöglichkeiten bestehen, entfaltet dieses Instrument international weit weniger Wirksamkeit.

Es sind nicht nur zahlreiche Fälle von Korruption, Betrug, Wettmanipulationen und Dopingvergehen, die das Ansehen und die Akzeptanz des internationalen Sports beeinträchtigen, sondern auch die fehlenden demokratischen Strukturen im internationalen organisierten Sport.

Vor diesem Hintergrund erscheint innerverbandlich vor allem die Verankerung demokratischer Strukturen ein Schlüssel zur Demokratisierung von internationalen Sportverbänden zu sein. Hierzu zählt die allgemeine, unmittelbare, freie, gleiche und in der Regel auch geheime Ausgestaltung von Wahlen. Ergänzend dazu bedarf es Regelungen zu erforderlichen Quoren oder zur Begrenzung von Amtszeiten. Zudem können Vorschriften zur Zusammensetzung des Vorstands festgelegt werden, um die Interessen bestimmter Gruppen angemessen zu berücksichtigen. Angesichts anhaltender Differenzierungsprozesse im Sport scheint es förderlich, wenn neben Athlet*innen auch Schiedsrichter und Trainer*innen sowie Ehrenamtliche und Verwaltungspersonal formal repräsentiert werden.

Insgesamt ist aber zu konstatieren, dass die Kontrolle internationaler Sportverbände ein komplexer Prozess ist, in dem keine zentrale Aufsichtsinstanz existiert, sodass absehbar nur durch eine Mobilisierung der Bandbreite der Akteure demokratische Strukturen zum Tragen kommen können: Auch wenn nationale Sportverbände oftmals wirtschaftlich abhängig sind, verfügen sie doch zumindest über die Möglichkeit, innerhalb der Strukturen von Weltverbänden Reformen einzufordern. Auf staatlicher Seite kann vor allem die Schweiz als Sitz von über 50 Sportverbänden das Vereinsrecht verschärfen, um – wie vom Europarat bereits in den 2010er Jahren vorgeschlagen – die Sportverbände stärker zu beaufsichtigen. Auch Großsponsoren und kommerzielle Partner haben die Möglichkeit, Druck auf die Sportverbände auszuüben und Änderungen einzufordern, insbesondere wenn die Reputation eines Verbandes das eigene Markenimage gefährdet. Und nicht zuletzt Akteure aus der Zivilgesellschaft und Fan-Initiativen können die Sportverbände unter Zugzwang setzen, insbesondere, wenn Proteste und Boykottaufrufe Einnahmen bedrohen (vgl. Dart/Wagg 2016; García/Zheng 2017; De Waele et al. 2018). Eine derartige Kontrolle internationaler Sportverbände wäre aber dezentral und basiert auf einem Zusammenspiel der Akteure, deren Abstimmung nur schwerlich zu erreichen ist (vgl. Wewer 2023). In der Praxis bleiben viele Kontrollmechanismen infolgedessen begrenzt, da Sportverbände weiterhin von der wirtschaftlichen Kraft der Sportgroßereignisse profitieren und so Macht und Autonomie sichern. Gerade weil es an der Möglichkeit fehlt, von außen Druck auf die internationalen Sportverbände auszuüben, sondern Reformen im breiten Konsens erfolgen müssen und dabei auch noch unterschiedliche Interessen und Ziele berücksichtigt werden müssen, ist zeitnah nicht mit einer grundlegenden Neuausrichtung der Strukturen des Weltsports zu rechnen. Angesichts zumeist reaktiver und fragmentierter Kontrolle wird die Demokratiefalle der internationalen Sportpolitik infolgedessen wohl noch etwas länger Bestand haben.

Zum Autor

Univ.-Prof. Dr. Jürgen Mittag ist seit 2011 Professor für Politik und Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln und Leiter des Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung; seit 2011 auch Jean-Monnet-Professor. Verschiedene Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren, u. a. in Florenz (European University Institute), Brüssel (TEPSA), Paris (Sciences Po), Istanbul (Bosphorus University), Shanghai (SUS) und Peking (BSU). Aktuelle Forschungsthemen: Sportpolitik und -geschichte; europäische Integration und politische Systeme in vergleichender Perspektive; Entwicklungslinien von Arbeit und Freizeit; Tourismusforschung, Sozialpolitik, Politische Parteien, Gewerkschaften, Arbeiterbewegung, Verbände, Vereine und soziale Bewegungen, Demokratieforschung.
Aktuelles Publikationsverzeichnis unter: www.dshs-koeln.de/iesf/mittag
mittag@dshs-koeln.de

Literatur

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