Methoden für politische Bildung in Zeiten globaler Krisen
Wallah, Krise! Ein Workshop zu den Krisen unserer Zeit
Die Übung lässt uns die multiplen Krisen unserer Zeit besser verstehen und hilft, eigene Handlungsstrategien im Kleinen zu finden. In einem ersten Schritt wird gemeinsam mit den Teilnehmenden gesammelt, welche Krisen ihnen gerade einfallen. In einem zweiten Schritt überlegt die Gruppe sich dann konkrete Reaktionsmöglichkeiten, die die Personen vor Ort im Kleinen selbst ausführen können. Deutlich wird die Gleichzeitigkeit von gesellschaftlichen und persönlichen Krisen und die Möglichkeit, dennoch handlungsfähig zu sein.
Wir entscheiden gemeinsam?! Demokratie, aber wie?
In drei aufeinander aufbauenden Übungen beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Entscheidungsprozessen in ihrer Gruppe, aber auch mit gesamtgesellschaftlichen Prozessen der Entscheidungsfindung. Sie reflektieren die Bedeutung von Mehrheitsbeschlüssen sowie deren Vor- und Nachteile. Anschließend werfen sie einen Blick auf ihre eigenen Entscheidungsprozesse in der Gruppe und diskutieren, wer wie viel Redeanteil hat und wie sich dies auf den Prozess auswirkt. In einem letzten Schritt lernen die Teilnehmenden ein demokratisches Gesprächsmodell kennen und treffen gemeinsam eine Entscheidung zu einer für sie in der Realität relevanten Frage. Abschließend reflektieren sie den Prozess und übertragen das Erlebte auf andere Kontexte.
Zeitreise in die Zukunft. Utopien und Phantasien erkunden
Wie könnte eine Gesellschaft der Zukunft aussehen, in der die Welt ein guter Ort zum Leben ist und zwar für alle und langfristig? Welche Schritte könnten von heute aus dorthin führen und welche davon können die Teilnehmenden selbst anstreben? Ist ein solcher Weg überhaupt nötig und möglich? Diesen und anderen Fragen gehen die Teilnehmenden hier mit kreativen Mitteln nach und reisen dabei in die Zukunft und wieder zurück. Sie entwickeln dabei Ideen für eine nachhaltigere Gesellschaft der Zukunft und erarbeiten konkrete erste Schritten dazu im Hier und Jetzt, wägen Handlungsoptionen ab und vertreten eine eigene Position dazu.
Zukunftsgarten. Ressourcen erforschen und neue Ideen entwickeln
Die Methode eignet sich gut für eine längerfristig bestehende Gruppe, die regelmäßig am selben Ort zusammenkommt. Dabei wird das Gelände mit den Teilnehmenden genau in den Blick genommen, um einen attraktiven Wohlfühlort zu schaffen. Durch genaues Betrachten soll ein detailliertes Abbild des Geländes oder von Teilbereichen als Modell entstehen, welches dann nachhaltig und ressourcenschonend verändert wird. Die Teilnehmenden können dadurch eigene Vorstellungen entwickeln und miteinander Vorschläge erarbeiten, die auf klimabedingte Veränderungen reagieren. Dabei setzen sie sich mit der Frage auseinander, wie das Zusammenleben in Zukunft gestaltet werden kann.
Wie entscheidest du? Handlungsoptionen gegen Hassrede kennenlernen und reflektieren
Mit dieser Methode lernen die Teilnehmer*innen niedrigschwellig verschiedene Handlungsmöglichkeiten kennen. Sie probieren aus, wie sie auf Hasskommentare reagieren können: kommentieren, ignorieren, melden oder bei der Polizei anzeigen. Gleichzeitig erhalten sie Informationen über zivilgesellschaftliche Meldestellen. Diese Methode vermittelt auf interaktive Weise Möglichkeiten gegen Hassrede vorzugehen und betont dabei die Vielfalt der Handlungsoptionen. „Wie entscheidest du?“ ist eine lehrreiche Positionierungsübung!
Eine soziale Perspektive auf die Digitalisierung. Erforschung der sozialen Dimension der Digitalisierung
Computer sind klein und intuitiv geworden, ihre Wirkung liegt in der Verbindung zu Servern, zu anderen Systemen und (externer) Datenverarbeitung. In einem Internet of Everything werden Maschinen in unseren sozialen Kontext eingebettet. Um sie herum ist eine große Plattformökonomie entstanden. Die Methode regt zur Erforschung der sozialen Dimension dieser Digitalisierung an. Es geht um die Sensibilisierung für die gesellschaftliche Verbreitung diskriminierender Einstellungen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und eine positive Auseinandersetzung mit dem Demokratiebegriff.
Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Quiz für die politische Bildung
In diesem Material wird ein Quiz zur Gestaltung einer Seminareinheit zum Thema „Nachhaltigkeit, Ressourcen, Nutzungsverhalten Social Media“ vorgestellt. Ziel ist es, das eigene Wissen rund um das Thema „Digitalisierung“ spielerisch abzugleichen und miteinander in den Austausch zu treten. Die Quizfragen regen die Auseinandersetzung mit den Themen und deren Zusammenhängen an.
Trash to treasure. Kreativ gegen die Müllflut
Durch die Analyse der weltweiten Müllproblematik und die Entwicklung globaler Lösungsstrategien sollen bei den Teilnehmenden Klimabewusstsein, Handlungskompetenzen und lösungsorientiertes Denken gestärkt werden. Dafür wird die Design Thinking-Methode angewandt, durch die die Teilnehmenden ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten nutzen, um Ideen zur Bewältigung der jeweiligen Herausforderungen zu entwickeln. In Gruppen erarbeiten sie gemeinsam globale Strategien, die zur Verbesserung der lokalen Müllproblematiken beitragen können.