Generative KI-Tools: Die richtigen Werkzeuge finden und verstehen

Obwohl die breite Anwendung von Künstlicher Intelligenz erst im letzten Jahr an Fahrt aufgenommen hat, ist die Auswahl von Angeboten und Software-Tools mittlerweile unüberschaubar. Während viele Nutzer*innen gerne noch experimentieren und Erfahrungen sammeln möchten, setzen viele Angebote mit Anmeldepflicht und Kostenschranke enge Grenzen.
In der Online-Fortbildung, die am 11. April 2024 stattfand, verschafften sich die Teilnehmenden einen Überblick über die Fülle der Möglichkeiten und konnten datenschutzsensible und kostenfreie Anwendungen im Bereich von Text, Bild und Ton kennenlernen. Es wurde beleuchtet, wie „Kostenfreiheit“ zustande kommt und welche Abwägungen Anwender*innen möglicherweise treffen müssen. Egal ob man KI „nur“ nutzen oder ein System selbst betreiben möchte: Kuratierte Listen, hochwertige Open-Source-Angebote und Installationshilfen erleichtern den Einstieg und Vergleich diverser Tools.
Gute Ergebnisse sind allerdings nicht nur von den eingesetzten KI-Anwendungen abhängig, sondern erfordern auch von den Nutzer*innen eine gewisse Lernkurve. Ausgefeiltes Prompting wird immer mehr zum alltäglichen Handwerkszeug. Nicht für alle Aufgaben sind KI-Tools gleichermaßen gut geeignet. Jene können allerdings als Inspirationsquelle dienen und die Vorhaben der Anwender*innen so unterstützen.Für einen intensiven Erfahrungsaustausch und das Ausprobieren war die Zeit dann aber doch recht knapp, sodass der Wunsch nach weiteren, vielleicht auch längeren Formaten deutlich wurde.
Bereits am 8. Februar 2024 wurden in einer Online-Fortbildung zur digitalen politischen Bildung im AdB Fragen nach einer sicheren und datenschutzkonformen Nutzung von KI-Tools in den Vordergrund gerückt. Mit dem Titel „Datenschutz und KI – Update 2024“ wurde ein Austausch über Persönlichkeitsrechte, Privatsphäre und Nachhaltigkeit von KI ermöglicht.
Ein kurzer Überblick über die datenschutzrechtlichen Entwicklungen des letzten Jahres bot die Grundlage für die Beschäftigung insbesondere mit den Aspekten Vertraulichkeit, Persönlichkeitsrechte und Datenschutz im Kontext Künstlicher Intelligenz.
Um die Einführung und Nutzung von KI-Tools bei AdB-Mitgliedern zu erleichtern, diskutierten die Teilnehmenden den Entwurf einer ausführlichen Checkliste, die auch ethische Fragen und Sicherheitsaspekte nicht außer Acht lässt. Dieser Leitfaden kann von den Trägern und Einrichtungen an ihre Bedürfnisse angepasst werden. Am Ende stand für die Teilnehmenden die Erkenntnis, dass sich KI und die damit verbundenen Werkzeuge derzeit sehr stark verändern und man daher auch die Herausforderungen des Datenschutzes immer wieder neu in den Blick nehmen muss. Der AdB wird das Thema weiterverfolgen.
Die Fortbildungsreihe zur digitalen politischen Bildung widmet sich kontinuierlich aktuellen netzpolitischen Fragen, informiert über rechtliche Veränderungen und gibt Hilfestellung in digitalen Anwendungen für die praktische politische Bildungsarbeit. Tim Schrock, Referent für digitale politische Bildung im AdB, konzipiert und organisiert die Fortbildungsangebote.