Außerschulische Bildung 3/2025

Medienvertrauen in Deutschland

Versuch einer Standortbestimmung

Die Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen erforscht seit 2015 das wissenschaftlich schwer fassbare Phänomen Medienvertrauen. Sie versucht dabei einen Beitrag zur Ausdifferenzierung und Versachlichung öffentlicher Debatten zu leisten. Der Aufsatz adressiert zunächst knapp die grundlegenden Fragen rund um Begriffsbestimmung, Messung und demokratietheoretische Relevanz des Konzepts und stellt dann zentrale Befunde der Langzeitmessung im Rahmen der Mainzer Studie zum Zwecke der Reflexion der öffentlichen Debatten rund um Medienvertrauen vor. von Nikolaus Jackob

Medienvertrauen ist ein Streitthema: In der Wissenschaft steht Medienvertrauen seit etwa 20 Jahren zunehmend im Fokus der Forschung (vgl. Jackob 2012). Streitpunkte sind bis heute die Fragen, was Medienvertrauen eigentlich ist, wie man es misst und welche Relevanz es insbesondere für die Demokratie hat. Im öffentlichen Diskurs wird spätestens seit der Kölner Silvesternacht 2015/2016 über eine Vertrauenskrise der Medien oder wahlweise des Journalismus debattiert (vgl. Schultz et al. 2017). Hier ist Medienvertrauen zu einem Kampfbegriff avanciert, den verschiedene Seiten im Munde führen: Gegner des etablierten Mediensystems in Deutschland sehen das Vertrauen der Bevölkerung in die Medien im Sinkflug oder gar ganz am Boden – und das seit Jahren. Menschen skandieren „Lügenpresse“, verweisen auf „alternative Fakten“, die man zumeist auf Social Media finden kann und greifen insbesondere den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als „Staatsfunk“ an (vgl. z. B. Jackob et al. 2017; Ziegele et al. 2018). Verteidiger des Systems verweisen auf das Berufsethos des Journalismus und seine professionellen Checks and Balances, den Pluralismus des deutschen Mediensystems und Umfragewerte, die empirisch keine Vertrauenskrise erkennen ließen – auch wenn es keinen Zweifel an Fehlleistungen und Skandalen z. B. bei (öffentlich-rechtlichen) Fernsehsendern und bei Presseverlagen gibt (vgl. z. B. Jackob et al. 2019).

Die Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen unternimmt in diesem Umfeld den Versuch, dem wissenschaftlich schwer fassbaren Phänomen Medienvertrauen empirisch näher zu kommen – und einen Beitrag zu einer Ausdifferenzierung und Versachlichung der in der Öffentlichkeit in Wellen hochkochenden Debatte zu leisten. Ausgehend von einer Pilotstudie aus dem Jahr 2008 (Jackob 2012) beobachtet die Forschungsgruppe die Entwicklung des Medienvertrauens in Deutschland seit 2015 auf Basis zumeist jährlich stattfindender, repräsentativer Telefonbefragungen der Bevölkerung in Deutschland (vgl. als Überblick Jackob et al. 2023). Die Studie ist wissenschaftlich unabhängig und wird derzeit durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gefördert. Die Konzeption der Studie und die Auswertung der Daten liegen in Händen der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Für die aktuelle Welle 2024 wurden zwischen dem 4. November und dem 7. Dezember 2024 bundesweit 1.203 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren in einer repräsentativen Telefonumfrage (CATI) durch das Umfrageinstitut Verian befragt. Bei einer Sicherheitswahrscheinlichkeit von 95 % beträgt die statistische Fehlertoleranz maximal +/- 3 Prozentpunkte. Ausgangspunkt war die Frage, ob sich die seinerzeit vielfach öffentlich insinuierte Krise des Medienvertrauens mit empirischen Methoden erfassen und auf der Zeitachse beobachten lässt. Verbunden war damit auch das Bemühen, sozial- und kommunikationswissenschaftlich relevante Konstrukte mit dem des Medienvertrauens zu verbinden, um den Ursachen, spezifischen Ausprägungen und Facetten von Medienvertrauen auf die Spur zu kommen – darunter u. a. Demokratievertrauen, Vertrauen in andere gesellschaftliche Systeme, Mediennutzung, politische Prädispositionen und medienbezogene Einstellungen.

Definition, Messung und Relevanz von Medienvertrauen

Dass Medienvertrauen erst seit etwa 20 Jahren im Fokus kommunikationswissenschaftlicher Studien in Deutschland steht, bedeutet nicht, dass die Forschung zuvor untätig war: Seit Mitte des 20sten Jahrhunderts wurde vornehmlich mit dem Konzept der „Glaubwürdigkeit“ gearbeitet. Die psychologische Medienwirkungs- und Propagandaforschung beispielsweise versuchte empirisch zu erforschen, wie Quellen- bzw. Medienglaubwürdigkeit zustande kommt – so etwa die berühmte Yale-Forschungsgruppe rund um Carl I. Hovland (vgl. Jackob/Hueß 2016; Jackob 2012). Dieser traditionsreiche Forschungszweig beschrieb den Attributionsprozess, der zwischen Quelle bzw. Medium und Rezipient stattfindet, indem Rezipienten einer Quelle oder einem Medium das Merkmal „Glaubwürdigkeit“ basierend auf ihrer subjektiven Wahrnehmung zuschreiben. Doch mit der Zeit setzte sich vor allem in der medienbezogenen Kommunikationsforschung die Erkenntnis durch, dass die Attribution von Glaubwürdigkeit nur ein Teil eines größeren Prozesses der Vertrauensentstehung ist, welche zwei Akteure miteinander verbindet: Vertrauensgeber (Rezipierende) und Vertrauensnehmer (Quellen von Aussagen, Medien). Dass die eine Seite der anderen Glaubwürdigkeit zuschreibt, kann demzufolge ein Baustein im Prozess sein. Dabei ist die wahrgenommene Glaubwürdigkeit nur eine mögliche Einflussgröße auf Vertrauen: Ob eine Quelle fachkundig ist, als ausgewogen und ethisch reflektiert wahrgenommen wird, kann dazu ebenfalls beitragen. Und Vertrauen umfasst noch weit mehr Aspekte als diese konkreten Attributionen von (Medien-)Qualitäten: Auch und vor allem individuelle Prädispositionen entscheiden darüber, ob Menschen Medien vertrauen. Dazu zählen beispielsweise die eigene Neigung oder Fähigkeit, interpersonelle Vertrauensbeziehungen zu knüpfen, positive Vertrauenserfahrungen in der Vergangenheit, die eigene Mediensozialisation im Elternhaus, die konkrete eigene Mediennutzung, politische und soziale Prädispositionen, Erfahrungen in der eigenen Mediennutzung und noch einiges mehr (vgl. Fawzi et al. 2021; Jackob et al. 2023). Dieser umfassendere Blick ist es, der die ältere Glaubwürdigkeitsforschung von der modernen Vertrauensforschung unterscheidet.

Im Pressesegment sind es regionale und überregionale Qualitätszeitungen, die das Vertrauensranking anführen. Während sich bei der Lokalpresse im Langzeitvergleich ein Rückgang abzeichnet, bleibt das Vertrauen bei den Überregionalen stabil. Foto: AdB

Vertrauen beschreibt demzufolge die eine Beziehung, in welcher sich ein Vertrauensgeber in der Regel aus Mangel an bestimmten Ressourcen, über die jedoch der Vertrauensnehmer verfügt, in eine freiwillige Abhängigkeit begibt (vgl. Fawzi et al. 2021; Jackob 2012; Jackob et al. 2023). Indem Menschen den Medien vertrauen, erschließen sie sich die Ressourcen, die sie selbst nicht ohne Weiteres aufbringen können, etwa die Recherchekompetenz, das jeweilige Fachwissen, die Kontakte zu Eliteakteuren aus Wirtschaft und Politik, das Korrespondentennetzwerk. Vertrauensnehmer verfügen allgemein über einen Wissens- oder Kompetenzvorsprung gegenüber Vertrauensgebern, was das Vertrauen auch zu einem ökonomisch vorteilhaften Prozess macht – und letztlich zu einem Prozess der Komplexitätsreduktion (vgl. Luhmann 1979; 1988). Indem Menschen vertrauen, geben sie Verantwortung an andere ab und machen sich auch ein Stück weit verwundbar, z. B. für Missbrauch oder Enttäuschung. Die Beziehung zwischen Vertrauensnehmer und Vertrauensgeber impliziert folglich ein (Macht-)Gefälle und eine gewisse Asymmetrie, denn die Kompetenzen des Nehmers lassen sich oft nicht ohne Weiteres vom Geber substituieren (vgl. Fawzi et al. 2021; Jackob 2012; Jackob et al. 2023).

Indem Menschen den Medien vertrauen, erschließen sie sich die Ressourcen, die sie selbst nicht ohne Weiteres aufbringen können, etwa die Recherchekompetenz, das jeweilige Fachwissen, die Kontakte zu Eliteakteuren aus Wirtschaft und Politik, das Korrespondentennetzwerk.

Einer solchen Vertrauensbeziehung liegen bewusst oder unbewusst Annahmen und Erfahrungen zugrunde, von denen abstrahiert wird: So kann man durch eigene Mediennutzung lernen, dass beispielsweise der Wirtschaftsteil einer Zeitung recht zuverlässig bei der Beschreibung der wirtschaftlichen Realität war – und auf diese Weise annehmen, dass man sich auch künftig bei Investmententscheidungen auf ihn verlassen kann. Oder man übernimmt von dem eigenen persönlichen Umfeld – etwa dem Vater, der seit Jahrzehnten Spiegel-Abonnent ist – passende Images von den Leistungen bestimmter Medien (vgl. Jackob 2012; Schweiger 2000): Auch hier werden vergangene Leistungen (aus zweiter Hand) per Annahmen in die Zukunft fortgeschrieben. Entsprechend nehmen Vertrauensbeziehungen basierend auf solchen Erfahrungen die Zukunft vorweg, man erwartet, dass sich ein Medium so verhalten wird – z. B. kritisch und verlässlich berichten –, wie es das bisher getan hat. Auf diese Weise geht der Vertrauensgeber gegenüber dem Vertrauensnehmer in Vorleistung (vgl. Gambetta 1988). Da aber Vertrauen auch enttäuscht werden kann, bedeutet es für die gebende Seite nicht nur Verwundbarkeit gegenüber der nehmenden Seite, sondern auch ein Risiko (vgl. Jackob 2012). Weil Medien auf viele Menschen, Institutionen und Prozesse einwirken können und eine (potenziell) große Reichweite haben, resultiert aus der Asymmetrie der Vertrauensbeziehung und dem Risiko der vielen Vertrauensnehmer auch eine besondere Verantwortung und der umfassende ethische Anspruch, dem Medien in der Demokratie üblicherweise zu folgen haben. Dieser manifestiert sich beispielsweise in Ethikkodizes und Codes of Conduct von Medienunternehmen (vgl. Jackob 2018; Prochazka/Schweiger 2019).

Dass man bei der Messung von Vertrauen heute anders vorgeht, hat mit diesem mittlerweile umfassenderen Blick auf Medienvertrauen zu tun, der die Kommunikationswissenschaft im 21sten Jahrhundert kennzeichnet. Dabei sind vereinfacht zwei Probleme zu lösen: Wie misst man das Vertrauen selbst? Und welche Vertrauensnehmer betrachtet man konkret? Die einschlägige Vertrauensforschung fokussierte zunächst das Vertrauen in etablierte Nachrichtenmedien, weil diese die Medienlandschaft über lange Zeit dominierten. Durch die Emergenz von Social Media und den Fortschritt der Forschung hat sich auch hier der Blickwinkel geweitet: Medienvertrauensforschung misst üblicherweise mithilfe von qualitativen und vor allem quantitativen Erhebungsverfahren (insbesondere Befragungen) das individuell geäußerte, subjektiv empfundene Maß des Vertrauens einzelner Menschen in das sie umgebende Mediensystem, in bestimmte Mediengattungen (z. B. Zeitungen, Rundfunksender, Social Media Plattformen), in einzelne Medienunternehmen, Medienmarken, Medienorganisationen und Medienpersonen (vgl. Fawzi et al. 2021; Hanitzsch et al. 2018; Jackob et al. 2023; Prochazka/Schweiger 2019). Je nach Fragestellung kann dies variieren: Nach dem Skandal um die ehemalige rbb-Intendantin Patricia Schlesinger war es vor allem die Frage, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger abschneidet. Im Kontext der Lügenpresse-Demonstrationen einige Jahre davor trieb die Forschung u. a. die Frage an, ob es überhaupt eine Krise des Vertrauens in das deutsche Mediensystem gibt – um zwei Beispiele relevanter Fragestellungen der letzten Jahre zu nennen.

Dass Demokratien ein gewisses Maß an Vertrauen in zentrale Institutionen und das systemische Ganze brauchen, ist weniger umstritten, als die Frage, wieviel Vertrauen letztlich wirklich nötig ist für ein Funktionieren von Demokratie (vgl. Jakobsson/Stiernstedt 2023). Viele wissenschaftliche Texte um Medienvertrauen beginnen vergleichsweise axiomatisch mit der Setzung, dass ohne Vertrauen der Menschen in die Medien Demokratie nicht zu machen sei. Diese Aussage ist nicht grundlegend falsch, aber es gilt zu bedenken, dass eine kritisch-kontrollierende Beobachtung durch dafür geschaffene Institutionen und Systeme wie das Mediensystem und eine idealerweise kritische Öffentlichkeit ein zentrales Bauprinzip moderner Demokratien ist. Gewaltenteilung, Checks and Balances, kritisches öffentliches Raisonnement – diese Schlagworte aus dem Baukasten der Demokratietheorie verdeutlichen ja, dass ein gewisses Maß an Hinterfragen, Überprüfen, Kritisieren und auch stellenweises Misstrauen durchaus funktional ist. Die Skepsis gegenüber sich selbst und den Institutionen ist zum einen Resultat von Erfahrungen, die die Menschheit über Jahrtausende mit Despotien und Autokratien gemacht hat – und die Ausgangspunkt für die ersten demokratischen Gemeinwesen in Europa waren (vgl. als Überblick Balot 2009). Sie ist zum anderen auch erkenntnistheoretischer Grundstein von rigoroser Wissenschaft (vgl. Musgrave 1993) und – wenn richtig praktiziert – gründlichem Journalismus. Und sie ist letztlich Kerngedanke demokratischer Systembildung, wo sie auf vielen Ebenen institutionell verwirklicht wird. Den Institutionen, auch den Medien, nicht alles zu glauben, ist folglich nicht grundsätzlich falsch, sondern „normal“ in Demokratien.

Dass Demokratien ein gewisses Maß an Vertrauen in zentrale Institutionen und das systemische Ganze brauchen, ist weniger umstritten, als die Frage, wieviel Vertrauen letztlich wirklich nötig ist für ein Funktionieren von Demokratie.

Wo ist nun das Problem, wenn beträchtliche Teile der Bevölkerung den Medien nicht vertrauen? Neben der Frage, wie weit verbreitet Vertrauen in die Medien ist, besteht eine Aufgabe darin, zwischen demokratisch-funktionaler Skepsis und herabwürdigendem Zynismus zu unterscheiden. Erstere ist nötig und hilfreich bei dem Bemühen, Demokratien gegen Fehlentwicklungen zu schützen, sie ethisch zu läutern und z. B. mit Blick auf Skandale auch Systemhygiene zu betreiben – letzterer ist jedoch zersetzend, weil er die Fundamente des Gemeinwesens zu untergraben imstande ist (vgl. Jackob et al. 2019; Quiring et al. 2021). Wer seinem Mediensystem mit fundamentaler Abneigung begegnet, ist beispielsweise eher geneigt, Journalisten anzugreifen oder Fake News und (z. B. fremdstaatliche) Propaganda zu glauben und zu verbreiten – sowie letztlich auch das demokratische System selbst und seine konsensorientierten und gewaltfreien Prozesse abzulehnen sowie Parteien seine Stimme zu geben, die die Demokratie autoritärer ausgestalten oder gleich ganz abschaffen wollen.

Zentrale Befunde

Wie eingangs dargelegt war, ist schon die Antwort auf die Frage umstritten, ob es eine Vertrauenskrise der Medien in Deutschland gibt – in der politisch mitunter polarisierten öffentlichen Debatte mehr als in der Wissenschaft. Seit Jahren zeigen die Zeitreihen der Mainzer Langzeitstudie, dass sich das Niveau des Vertrauens in die Medien nicht fundamental ändert. Es lassen sich lediglich situationsbedingt Bewegungen nach „oben“ oder „unten“ erkennen, die sich aus dem zeitgeschichtlichen Kontext ergeben. Fragt man die Menschen, ob sie den Medien bei wichtigen Dingen (z. B. Umweltprobleme, Gesundheitsgefahren, politische Skandale) vertrauen, stimmen dem 47 % der Bevölkerung im Jahr 2024 „eher“ bzw. „voll und ganz“ zu (vgl. Abbildung 1). Weitere 34 % sagen, dass dies „teils, teils“ zuträfe, womit viele Menschen ausdrücken, dass es auf das Medium oder das Thema ankommt. Dieser großen Mehrheit von Menschen, die zumindest in gewissem Maß Vertrauen in die Medien in Deutschland haben, stehen 20 % gegenüber, die den Medien „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“ vertrauen. Betrachtet man diese Zahlen im Langzeitverlauf zeigt sich, dass es – mit Ausnahme der Zeit der Corona-Pandemie – nur wenig Bewegung gibt. Eine generelle Vertrauenskrise, die einen stetigen Rückgang auf der einen Seite und ein Wachstum auf der anderen impliziert, kann man zu keinem Zeitpunkt aus diesen Zahlen herauslesen. Die konkreten Angaben der Menschen werden unter anderem von den Themen der gesellschaftlichen Diskussion bewegt: So war die Verunsicherung zu Beginn der Corona-Pandemie groß und das Bedürfnis nach handlungsleitenden Informationen hoch – hier standen die etablierten Medien mit Orientierung bereit und die Nachfrage nach Informationen war hoch (vgl. Jackob et al. 2023). Auf den daraus resultierenden Höhepunkt im Medienvertrauen im Jahr 2020 mit einem Wert von 56 % folgte eine Normalisierung auf die vor-pandemischen Ausgangswerte, als die unmittelbare Sorge nachließ und die Kritik an der Berichterstattung zu den Corona-Maßnahmen aufkam. Vor und nach dieser historischen Ausnahmesituation allerdings bewegt sich das Medienvertrauen mehr oder weniger in einem Korridor, der kaum Ausreißer jenseits der statistischen Fehlertoleranz aufweist.

Abbildung 1: Medienvertrauen bei wichtigen Dingen.
Frage: „Wenn es um wirklich wichtige Dinge geht – etwa Umweltprobleme, Gesundheitsgefahren­, politische Skandale: Wie sehr kann man da den Medien vertrauen?“ Basis: Alle Befragten. Geringfügige Abweichungen von 100 % aufgrund von Rundungen, „Weiß nicht“-Antworten werden nicht ausgewiesen. Quelle: Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen

Die Frage zum allgemeinen Medienvertrauen erlaubt noch keine Rückschlüsse darüber, welchen Medien die Menschen am meisten vertrauen: Dies sind mit weitem Abstand und schon seit vielen Jahren der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die Tageszeitungen (vgl. Abbildung 2 und 3): Das öffentlich-rechtliche Fernsehen erreicht 2024 mit 61 % die im Gattungsvergleich noch immer höchsten, im Langzeitvergleich jedoch die bisher niedrigsten Vertrauenswerte. Der Anteil an Personen, die das öffentlich-rechtliche Fernsehen als „überhaupt“ bzw. „eher nicht vertrauenswürdig“ einschätzen, ist seit der Erhebung 2016 von 5 auf 13 % angestiegen. Diese für die Öffentlich-Rechtlichen negativen Trends lassen sich nicht mono-kausal erklären, aber es ist anzunehmen, dass die Debatten der letzten Jahre – etwa der Finanzskandal des rbb und die Debatte um einseitige Berichte, Interviews oder Showpublika – dem Vertrauen geschadet haben. Das private Fernsehen finden dennoch nur 17 % in 2024 „sehr“ bzw. „eher vertrauenswürdig“ – es ist in Punkto Vertrauen nach wie vor kein ernsthafter Konkurrent.

Abbildung 2: Vertrauen in Fernsehen 2016 bis 2024
Frage: „Manche Menschen halten bestimmte Medienangebote für vertrauenswürdiger als andere. Bitte sagen Sie mir, wie vertrauenswürdig Sie diese Angebote finden.“ Basis: Alle Befragten. Geringfügige Abweichungen von 100 % aufgrund von Rundungen Quelle: Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen

Im Pressesegment sind es regionale und überregionale Qualitätszeitungen, die das Vertrauensranking anführen: Die überregionalen Tageszeitungen, Beispiele sind die Frankfurter Allgemeine Zeitung oder die Süddeutsche Zeitung, kommen auf 55 %, bei den Lokal- bzw. Regionalzeitungen sind es 56 %. Während sich bei der Lokalpresse im Langzeitvergleich ein Rückgang abzeichnet, bleibt das Vertrauen bei den Überregionalen stabil. Ein Rückgang – und zwar auf bereits sehr niedrigem Niveau – kennzeichnet auch die Entwicklung im Segment der Boulevardpresse – man denke etwa an die BILD-Zeitung: Hier sank das Vertrauen seit 2016 von 10 auf drei Prozent.

* 2016 und 2017 anders abgefragt, daher liegen hier keine Vergleichswerte vor.

Abbildung 3: Vertrauen in Presse 2016 bis 2024
Frage: „Manche Menschen halten bestimmte Medienangebote für vertrauenswürdiger als andere. Bitte sagen Sie mir, wie vertrauenswürdig Sie diese Angebote finden.“ Basis: Alle Befragten. Geringfügige Abweichungen von 100 % aufgrund von Rundungen Quelle: Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen

Ähnlich schlecht wie der Boulevard schneiden nur Online-Medien ab, von denen Soziale Netzwerke gut die Entwicklungen veranschaulichen (vgl. Abbildung 4): Mit Ausnahme des Jahres 2019 geben stets weniger als 10 % der Befragten an, soziale Medien für „sehr“ bzw. „eher vertrauenswürdig“ zu halten – 2024 lag dieser Wert bei drei Prozent. Der Großteil der Bevölkerung schätzt soziale Netzwerke im gesamten Zeitverlauf als „nicht“ bzw. „eher nicht vertrauenswürdig“ ein.

Abbildung 4: Vertrauen in Online-Angebote 2016 bis 2024
Basis: Internetnutzer (2020: n = 1040), 2022: alle Befragten (n = 1200) Geringfügige Abweichungen von 100 % aufgrund von Rundungen. Quelle: Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen

Aus den bisher referierten Befunden spricht, dass es keine allgemeine Krise des Medienvertrauens in Deutschland gibt und dass die traditionellen Platzhirsche des Mediensystems immer noch hohes Vertrauen genießen – jedoch zum Teil mit negativen Trends. Dass Medien im Großen und Ganzen vergleichsweise gut beleumundet sind, zeigt auch der Systemvergleich (vgl. Abbildung 5): Über den gesamten Untersuchungszeitraum liegt das Vertrauen in die Medien im Mittelfeld der Institutionen. Den schlechtesten Leumund haben die Politik (19 % in 2024) und – mit langfristig sinkenden Werten – die Kirchen (14 % in 2024). Hinzugewonnen hat in den letzten Jahren die Bundeswehr (44 % in 2024), die besten Werte erhalten seit Beginn der Untersuchung die Justiz und die Wissenschaft (63 bzw. 72 % in 2024). Wenn man von einer Vertrauenskrise in Deutschland sprechen möchte, dann wäre es eine Krise des Kirchenvertrauens, nur hier ist ein klarer negativer Trend zu erkennen. Das Politikvertrauen ist demgegenüber in allen Demokratien westlicher Bauart meist am unteren Ende der Skala angesiedelt.

Abbildung 5: Vertrauen in Institutionen
Frage: „Ich nenne Ihnen im Folgenden einige Institutionen unserer Gesellschaft. Bitte sagen Sie mir jeweils, ob Sie persönlich diesen Institutionen ‚überhaupt nicht‘, ‚kaum‘, ‚teils teils‘, ‚überwiegend‘ oder ‚voll und ganz‘ vertrauen.“ Basis: Alle Befragten (n = 1200–1203). Hier: Nur Befragte, die den Institutionen mindestens „überwiegend“ vertrauen. Linie „Medien“ basiert auf der Frage nach „Vertrauen in wichtige Dinge“. Quelle: Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen.

Dass die Forschung bisher nirgendwo eine substanzielle Krise des Medienvertrauens diagnostizieren konnte, bedeutet nicht, dass es keine heftige Kritik an den Medien gibt – oder die Medien in den Augen der Bevölkerung alles richtig machen. Schon die Tatsache, dass seit 2016 durchgehend zwischen 16 und 28 % der Bevölkerung von sich sagen, den Medien mehr oder weniger nicht zu vertrauen, ist ein Hinweis darauf, das große Teile der Bevölkerung mit den Leistungen ihres Mediensystems unzufrieden sind. Problematisch sind dabei nicht, wie eingangs dargelegt, sporadische Zweifel an einzelnen Medien und/oder Berichten oder eine gesunde Skepsis gegenüber den Produkten einzelner Medienakteure. Problematisch ist Zynismus: eine fundamentale und irreparabel scheinende Abwendung von den etablierten Medien. Eine zentrale Frage der Forschung lautet daher, wie weit Medienzynismus verbreitet ist und was den Medien konkret vorgeworfen wird: Ein erheblicher Teil der Befragten scheint den in den letzten Jahren immer wieder skandierten „Lügenpresse“-Vorwürfen zu folgen (vgl. Abbildung 6): So teilen zwischen 20 und 26 % der Menschen im Jahr 2024 die Ansicht, die Bevölkerung in Deutschland werde „von den Medien systematisch belogen“ und: „Die Medien und die Politik arbeiten Hand in Hand, um die Meinung der Bevölkerung zu manipulieren.“ Auch die Ansicht, dass die Medien „in der Bundesrepublik lediglich ein Sprachrohr der Mächtigen“ seien und „die Meinungsfreiheit in Deutschland“ untergraben würden, wird von ähnlich vielen Menschen geteilt.

Abbildung 6: Medienzynismus
Frage: „Wir bleiben bei den etablierten Medien in Deutschland. Was denken Sie, welche dieser Aussagen treffen Ihrer Meinung nach zu, welche treffen nicht zu?“ Basis: alle Befragten
(n = 1200). Geringfügige Abweichungen von 100 % aufgrund von Rundungen. Quelle: Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen

Eine zentrale Folgerung aus zehn Jahren Forschung im Rahmen der Langzeitstudie Medienvertrauen lautet folglich, dass es zwar keine fundamentale Vertrauenskrise der Medien gibt, aber eine Polarisierung, die sich u. a. daran messen lässt, dass beträchtliche Teile der Bevölkerung dem Mediensystem – gelinde gesagt – dysfunktionale, wenn nicht gar bösartige Absichten und Beiträge zur Gesellschaft unterstellen. Die Zahl derer, die mit Zynismus auf das Mediensystem in Deutschland schauen, geht umgerechnet in die Millionen. Und diese Polarisierung passt spiegelbildlich zur politischen Polarisierung, die sich in den letzten Jahren hierzulande festgesetzt hat (vgl. Abbildung 7): Wie nicht anders zu erwarten, ist das Medienvertrauen vor allem unter den Anhängerinnen und Anhängern der Partei besonders niedrig, die sich seit vielen Jahren als lautstarke Gegnerin der etablierten Medien – insbesondere des öffentlich-rechtlichen Journalismus – positioniert hat. Durchgehend über alle Jahre haben Menschen mit AfD-Neigung (zum Teil mit großem Abstand) das niedrigste Medienvertrauen (15 % im Jahr 2024). Ähnlich kritisch scheinen Menschen mit Sympathie für das BSW zu sein, hier liegt allerdings nur ein Messzeitpunkt vor (27 % in 2024). Besonders hoch ist das Medienvertrauen links von der Mitte, Anhängerinnen und Anhänger von SPD, Grünen und Linken haben durchgängig überdurchschnittlich viel Vertrauen (71 bzw. 60 % in 2024). Die Gefolgschaften der Unionsparteien und der FDP liegen in der aktuellen Welle im Mittelfeld (48 bzw. 41 % in 2024).

Abbildung 7: Medienvertrauen nach Parteipräferenz
Frage: „Es gibt ja eine Reihe von politischen Parteien in Deutschland. Jede davon würde gerne Ihre Stimme bekommen. Ich lese Ihnen jetzt ein paar Parteien vor, bitte geben Sie mir jeweils an, ob Sie diese Partei ‚sehr unwahrscheinlich‘, ‚unwahrscheinlich‘, ‚wahrscheinlich‘ oder ‚sehr wahrscheinlich‘ wählen würden.“ Falls Sie sich nicht sicher sind, können Sie auch ‚unentschieden‘ auswählen“ Basis: alle Befragten (n = 1200). Geringfügige Abweichungen von 100 % aufgrund von Rundungen. Quelle: Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen

Dass die Frage, ob den Medien zu trauen sei oder nicht, in der öffentlichen Debatte – wie eingangs dargelegt – seit Jahren so umstritten ist, hat unter anderem mit dieser parteipolitischen Polarisierung zu tun.

Die Heftigkeit und die Lautstärke dieser Kritik zeigt Wirkung. Dahinter verbirgt sich ein Bündel von Ursachen (vgl. Jackob et al. 2023): Dazu gehört u. a. eine lebensweltliche und kulturelle Entfremdung von Teilen des (konservativeren) Publikums und Teilen der (progressiveren) Medien. Viele Menschen fühlen sich beispielsweise in den von den Medien dargebotenen Themen und Meinungen nicht repräsentiert. Dazu gehören jedoch auch politische Einstellungen, denn Menschen, die von der Demokratie enttäuscht sind oder wenig Vertrauen in die Politik haben, halten zugleich auch die Medien für weniger vertrauenswürdig. Dies legen auch die Befunde für das Vertrauen in andere gesellschaftliche Institutionen nahe (vgl. Abbildung 5): Besonders augenfällig wird der Zusammenhang, wenn man prüft, ob AfD-Anhänger besonders medienzynisch eingestellt sind: Hier zeigt sich ein signifikanter positiver Zusammenhang (r = .425; p < .01), der letztlich nichts anderes bedeutet, als dass die Neigung zur AfD regelmäßig mit der Sichtweise einhergeht, dass „die Medien“ uns alle belügen und manipulieren und mit der Politik unter einer Decke stecken, um zwei der typischen Aussagen zu zitieren, die hier in die Analyse eingingen (vgl. Abbildung 6).

Fazit

Zusammengefasst fällt der Versuch einer Standortbestimmung wie folgt aus: Große Teile der Bevölkerung haben ein grundlegendes Vertrauen in das Mediensystem – und es zeichnet sich kein klares Bild einer systemischen Vertrauenskrise ab, wie es beispielsweise im Fall der Kirchen ist. Zugleich teilen große Minderheiten eine mitunter starke Ablehnung gegenüber den etablierten Medien, die mit grundlegenden Unterstellungen von Lüge und Manipulation einhergehen. Vor diesem Hintergrund zeigen sich Blätter der Qualitätspresse im Vertrauensranking stabil, der öffentlich-rechtliche Rundfunk verliert an Vertrauen, beispielhaft ausgewählte Alternativen wie Boulevardpresse, Privatfernsehen oder Social Media-Kanäle werden aber nicht als Vertrauensalternativen wahrgenommen. Niedriges Medienvertrauen und Medienzynismus sind kein Mehrheitenphänomen, aber weit verbreitet – mit potenziellen und bereits jetzt im politischen und medialen Alltag erkennbaren Folgen für die Demokratie. Daraus resultieren vielfältige Aufgaben für Politik und Medien, die sich nicht allein auf mehr Investitionen in die eigenen Leistungen und die eigene Glaubwürdigkeit beschränken können. Vielmehr müssen auf mehreren Ebenen gleichzeitig Probleme gelöst werden – dazu gehören: eine bessere Repräsentation gesellschaftlicher Gruppen, eine wesentlich intensivierte Medien- und Demokratiebildung auf allen Ebenen, rechtliche und regulatorische Maßnahmen im Bereich digitaler Medien und letztlich auch eine substanzielle Reflexion der eigenen Fehler, Normen und Arbeitsweisen in den etablierten Medien.

Zum Autor

Prof. Dr. habil. Nikolaus Jackob ist Geschäftsführer des Instituts für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er ist einer der Initiatoren der Langzeitstudie Medienvertrauen, die seit einem Jahrzehnt regelmäßig das Vertrauen der Bevölkerung in das Mediensystem untersucht.
Nikolaus.Jackob@uni-mainz.de
Foto: pak/Universität Mainz

Literatur

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