Außerschulische Bildung 1/2025

Das Thema „Sport und politische Bildung“ auf politischbilden.de

Hintergrundbeiträge und Anregungen für Trainingseinheiten zu Antisemitismus im Fußball

Die digitale Plattform politischbilden.de will politische Bildung stärken, vernetzen und professionalisieren. Zu mittlerweile neun Modulen finden sich auf der Plattform frei verfügbare Hintergrundbeiträge und Praxismaterialien für die politische Bildungsarbeit sowie Kontakte zu den Expert*innen und Organisationen, die in den jeweiligen Bereichen tätig sind. Auch das Thema Sport und politische Bildung wird in verschiedenen Texten in den Blick genommen.

Hintergrundbeitrag: Vielfalt im Kampfsport. Ideen, Kampfsport als Ort lebensweltlicher, demokratischer Bildung zu nutzen

Kampfsport bietet große Potenziale, hat aber auch bedeutende Risiken. In diesem Text werden Sequenzen der politischen Entwicklungen in der Landschaft des Kampfsportes mit Fokus auf die Themen Vielfalt und Diskriminierung in Deutschland – sowie speziell zum Thema Rechtsextremismus – geschildert, um Eckpunkte einer demokratisch orientierten Kampfsportkultur zu skizzieren. Deutlich wird dabei, wie sich Kampfsport als Ort lebensweltlicher Bildung konstituiert, dem es in der Breite der Disziplinen zuweilen an Formaten der fachlichen Debatten und an Konzepten mangelt.

Der Hintergrundbeitrag von Robert Claus ist unter https://politischbilden.de/material/vielfalt-im-kampfsport abrufbar.

Hintergrundbeitrag: Antisemitismusprävention im Fußball. Über die Verbindung von Sportpädagogik und antisemitismuskritischer politischer Bildung

Sport und Fußball sind eingebettet in unsere Gesellschaft. Dies bedeutet, dass gesellschaftliche Fragen und Konflikte sich immer auch im Fußball zeigen und dieser vor der Herausforderung steht, Antworten auf Fragen zu finden, zu denen in Sportstrukturen bis heute wenig Expertise besteht. Fußball verbindet verschiedene gesellschaftliche Gruppen, zugleich sind Jüdinnen*Juden in Fußballteams, ebenso wie in anderen Sportteams kaum sichtbar. Umso wichtiger ist somit eine Aufklärung über Antisemitismus und jüdische Perspektiven. Der Beitrag beleuchtet das Thema Antisemitisimus im Fußball und zeigt vor dem Hintergrund des sportpädagogischen Projekts „Zusammen1“ von Makkabi Deutschland Ansätze der Prävention auf.

Der Hintergrundbeitrag von Mortimer Berger und Ina Hammel ist unter https://politischbilden.de/material/antisemitismuspraevention-fussball abrufbar.

Praxisbeiträge: Pädagogisches Fußballtraining gegen Antisemitismus in vier Teilen

Teil 1: Aktivierung „Farbe bekennen“ – Meinungsbarometer

Hier wird die Methode Meinungsbarometer als Einstieg in die Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Antisemitismus im Fußball vorgestellt. Es werden gängige Barometer-Methoden der politischen Bildungsarbeit mit fußballerischen Übungen verbunden.

Teil 2: Memory – Erscheinungsformen des Antisemitismus

Die hier beschriebene Methode regt die Auseinandersetzung mit antisemitischen Narrativen im Fußballkontext an. Es werden neben fußballerischen Fähigkeiten verschiedene Formen von Antisemitismus vermittelt.

Teil 3: „Schiri hat’s nicht gehört” – Dilemmadebatte

In dieser Übung wird eine Dilemmadebatte zu den Spannungsfeldern des Themenbereichs Antisemitismus im Fußball mit einer fußballerischen Übung verknüpft. Ziel ist es, die Vielschichtigkeit der Dilemmasituation zu erfahren, verschiedene Sichtweisen auf die Situation einzunehmen und Handlungsspielräume zu erweitern.

Teil 4: „Überzahl – Unterzahl“ – Antisemitismus begegnen

In dieser Übung diskutieren die teilnehmenden Spieler*innen Handlungsoptionen im Umgang mit antisemitischen Diskriminierungen im Fußball.

Die Praxisbeiträge von Makkabi Deutschland, dem Dachverband der jüdischen Turn- und Sportvereine in Deutschland können hier heruntergeladen werden: